... am 9. April 2005
Thema: Bei Jesus Christus hat jeder eine Chance
Referent: Georg Emrich
Wir trafen uns am Samstag, dem 9. April, um 14 Uhr im Gasthof Seimayr zu unserem 12. Treffen. Referent war diesmal Georg Emrich aus der Mennonitischen Freikirche Wels, der so manchen noch aus der Christlichen Bücherzentrale in Wels bekannt sein dürfte. Die musikalische Umrahmung besorgten wir sozusagen "selbständig", indem wir gemeinsam einige Lieder mit Gitarrenbegleitung durch Karin Schmid sangen.
Eingangs erzählte Pepi Gruber, ein Mitglied des Trägerkreises, aus seinem Leben, wie er vom selbständigen Bauern, der alles im Griff zu haben schien, zu einem Menschen wurde, der nun als MS-Kranker seine Grenzen erleben und erkennen muss. In dieser Situation schließlich kapitulierte er vor Jesus und vertraute Ihm sein Leben an. Dies bedeutet nun keinesfalls, dass man behindert sein oder werden muss, um zu Jesus zu finden. Doch oft lässt Gott Grenzerfahrungen zu, um den Blick auf das Wesentliche, auf Ihn selbst, zu lenken.
Im anschließenden Vortrag berichtete Georg Emrich zunächst darüber, wie der Herr ihn "vor der Kippe" bewahrte, als er eine schlimme Herzattacke hatte, die aber Gott Lob noch gut rehabilitiert werden konnte.
In seinem Referat orientierte er sich an der Zachäus-Stelle in Lk.19 und stellte fest, dass es damals wie heute für viele Menschen eine Provokation ist, dass bei Jesus wirklich "Jeder" eine Chance hat. Die Pharisäer entrüsteten sich, dass Er gerade diesen Oberzöllner Zachäus aufforderte, vom Baum herunterzusteigen und Ihn in sein Haus zu nehmen. Der Referent wies auf die tiefe Sehnsucht dieses Mannes hin, die mehr als nur Neugier war.
Denn Zachäus setzte sich mit aller Kraft dafür ein, Jesus sehen zu können und stieg, klein wie er war, sogar auf einen Maulbeerbaum. Jesus sah ihn und nannte ihn bei seinem Namen. Also war Zachäus gemeint, nicht "irgendwer"! Die Begegnung mit Jesus veränderte das Leben des Zöllners radikal und er war bereit, ab jetzt sein Leben nach Gottes Maßstäben zu orientieren.
So wie Zachäus die Chance hatte und wahrnahm, zu Jesus zu kommen, hat auch JEDER VON UNS, ob beeinträchtigt oder nicht, alt oder jung, die Möglichkeit, Gottes vergebende Liebe zu erfahren und (innerlich) ein neuer Mensch zu werden. Abschließend betonte Georg Emrich noch das Suchen Gottes nach uns Menschen und veranschaulichte dies durch ein Beispiel aus seinem Urlaub, als sein Sohn plötzlich verschwunden war. Nach langem Suchen tauchte er wieder auf und fiel erleichtert in die Arme des Vaters, den auch er verzweifelt gesucht hatte. So suchte Jesus Zachäus – und umgekehrt. In Jericho unter dem Maulbeerbaum fand die Suche ein Ende.
Nach einem gemeinsamen Lied und Segensworten durch Josef Steiner gingen wir zum gemütlichen Gespräch über, oder konnten beim Büchertisch der Christliche Bücherzentrale Linz schmökern. Gestärkt und erfüllt mit der frohen Gewissheit, das Jesus Christus niemanden abweist, der voll Vertrauen zu Ihm kommt, kehrten die Anwesenden in ihren Alltag zurück.
Für Christ und Behinderung
Karin Schmid & Brigitte Moosbrugger