... am 11. November 2000
»Bin ich wertvoll?«
Vor dieser Frage steht irgendwann wohl jeder Mensch, aber oft ist es leicht, sie inmitten der Alltagsereignisse zu verdrängen. Menschen in einer schwierigen Lebenssituation (sei es eine Behinderung oder seien es andere Nöte) sind meist gezwungen, sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen.
Wir von "Christ & Behinderung" versuchten, bei unserem dritten Treffen am 11. November in der Evangelischen Johanneskirche Linz Südwest, eine Antwort auf diese immer aktuelle Frage zu geben. Obwohl die Hauptreferentin des Nachmittags, Eva Fellinger, nicht kommen konnte, weil sich ihr Gesundheitszustand (Muskelerkrankung mit progressivem Verlauf) in den letzten Wochen massiv verschlechterte, erzählte sie uns doch ihre Geschichte und brachte das Thema auf den Punkt.
Möglich ist so etwas, weil es eine Videokassette gibt, auf der sie anschaulich und lebendig von ihrem Weg und ihren Erfahrungen mit Jesus berichtet.
Umrahmt wurden ihre Aussagen von passenden Liedern, die Karin Schmid (seit Geburt blind) mit ihrer Freundin Monika vortrug.
Josef Steiner führte durch den ganzen Nachmittag und die durch den Ausfall des Videorecorders erzwungenen Pause nützte er, um den Gästen Teile aus dem [Bielefelder Manifest] nahe zu bringen.
Es waren für die rund 60 Personen, die unserer Einladung folgten, ermutigende und nachdenkliche Stunden in einer Atmosphäre des Angenommen-seins. Natürlich war auch nach dem offiziellen Programm bei Getränken, Kaffee und Kuchen wieder genug Zeit für Gespräche, zum Auffrischen alter Bekanntschaften.
Außerdem gab es Zeit zum Schmökern beim Büchertisch. Am besten drückte es wohl eine Teilnehmerin aus: "Es hat mir alles sehr gut gefallen und ich habe mich sehr gut bei euch gefühlt." Solche Reaktionen sind ermutigend und motivieren zum Vorwärtsgehen.
So freuen wir uns schon auf das nächste Treffen von "Christ & Behinderung". Am 19. Mai 2001 wird Ruth Bai-Pfeifer, Leiterin von „Glaube & Behinderung" in der Schweiz zum Thema "Heilung – was können wir von Gott erwarten?" zu uns sprechen.
Brigitte Moosbrugger
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