01. Treffen

... am 13. November 1999

»Die Botschaft Jesus gilt für alle«
mit den Mitarbeitern von Christ & Behinderung

Eine Studie sagt, dass ca. 10 % der Bevölkerung in irgend einer Form behindert sind. So manche Behinderung wird durch Mehrleistung vertuscht und viele behinderte Menschen leben in Heimen oder auch Zuhause vom gesellschaftlichen und kirchlichen Leben ausgeschlossen. "Christ & Behinderung" (ein Arbeitsforum der Evangelischen Allianz) ist eine Initiative behinderter Christen, die gerade dieser Personengruppe sagen möchte, dass die frohe Botschaft Jesu auch für sie gilt.

Mit ihrem offiziellen Treffen im Saal in der evangelischen Johanneskirche Linz Südwest am 13.11.99 setzte sie den ersten Schritt in diese Richtung. Vor ca. 50 Personen eröffnete Max Eugster mit der Bibelstelle aus Joh. 9, 2-3 über den Blindgeborenen diesen Nachmittag. Ein Jugendchor stimmte die Zuhörer in die Botschaft Jesu ein und diese waren eine sehr gemischte Gruppe von Behinderten, Angehörigen und Freunden, aus dem verschiedensten kirchlichen Hintergrund.

Von der genannten Bibelstelle ausgehend zeigte der Vortragende auf, dass schon zur Zeit Jesu die Leute auf das "Warum" einer Behinderung eine einfache Lösung suchten. Sie fragten Jesus "Wer ist Schuld...?" Wenn jemand behindert ist, gibt es auch heute noch Schuldzuweisungen und Verdrängung verschiedenster Art, in Vorurteilen, in falschen Wertvorstellungen, etc. Aber genau wie damals gilt auch heute die Antwort Jesu "... es sollen die Werke Gottes offenbar werden an ihm".

Nach einer Beschreibung der Ziele der neu gegründeten Arbeit, stellen sich die Mitglieder vom Trägerkreis vor. Im Anschluss erzählte Margrit Gallmayer aus dem Leben von Margarethe Steiff. Dieses bewegende Beispiel zeigte deutlich, dass es schon im vorigen Jahrhundert möglich war als behinderte Frau eine Firma (Steiff – Teddybären) zu gründen, ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen und für andere ein Segen zu sein.

Die Pause wurde rege genützt, um sich mit alten und neuen Freunden zu unterhalten. Der abschließende Höhepunkt bildete die klare Botschaft von Josef Steiner, der am Beispiel von Zachäus zeigte, wie die Begegnung mit Jesus das Leben verändert. Dass dies auch heute geschieht, bezeugte er mit seinem Leben.

Brigitte Moosbrugger